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Schweinerennen in Bogota
Schüler überreichen Spende vom Urwaldlauf für Hilfsprojekt
(Blitzpunkt vom 07.12.2008, Ellen Friedrich)
Wenn Chemnitzer auf Reisen gehen, es sich dabei um die Survivaltrainer Ilka Sohr und Torsten Roder handelt, dann hat dies nachhaltige Wirkung. Es gibt garantiert eine kurzweilige Diaschau - aktuell am 11.Dezember um 20:00 Uhr zum Boofeabend in der "Orangerie" der TU - Chemnitz Reichenhainer Straße 90. Und es sind Neuigkeiten zu ihrem Hilfsprojekt Regenzeit e.V. zu erwarten. Für eben dieses haben sich Schüler des Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasiums auf dem Kaßberg stark gemacht. Sie waren am 10. Oktober stolze 3113 Runden um das begrünte Areal vor der Stadthalle gelaufen und hatten dabei 6216 Euro Spendengelder von selbst akquirierten Sponsoren eingenommen. Das Ganze erfolgte unter dem Motto "Urwaldlauf" und mit der Absicht, das Chemnitzer Regenzeit-Projekt im Madidi Nationalpark in Bolivien zu unterstützen. Die Spende wird nun von den beteiligten Schülern und der Schulleitung vor Beginn des Boofeabends am Donnerstag an die Projektleiter Ilka Sohr und Torsten Roder übergeben.
Ein ungewöhnlicher Einstieg zu ihrem Vortrag "Querdurch" dessen erster Teil von kleinen Unterwegs-Randgeschichten gewürzt wird. Solchen, die vom (Über)leben in Asien, Sachsen und Südamerika erzählen und durch witzige Begebenheiten wie beispielsweise einem Meerschweinrennen in Bogota belebt werden. Torsten Roder meint lächelnd: "Alle die unsere Vorträge kennen, dürfen auf eine ganz neue Sichtweise gespannt sein. Denn wir haben Geschichten aufgegriffen, für die wir bisher noch nie Platz gefunden haben. Der zweite Teil der Diaschau ist dann selbstverständlich unserem Hilfsprojekt und seinen Fortschritten gewidmet."
Der Charme der beiden Chemnitzer, das von ihnen ins Leben gerufene Hilfsprojekt und ihr Engagement, um die Erhaltung des Regenwaldes haben schon viel bewegt. So ist u.a. die enge Beziehung zum Karl-Schmidt-Rottluff Gymnasium entstanden, das übrigens seit 2005 den Titel "Schule für den Urwald" trägt. Ein Jahr zuvor hatte das Gymnasium erstmals mit Unterstützung von Ilka und Torsten einen "Umwelttag" veranstaltet, der seitdem fest im Schulkalender platziert ist. Federführend sind hierbei die Lehrerinnen Elke Tannhäuser und Regina Tröger. Letztere hat auch eine Arbeitsgemeinschaft Umwelt am Gymnasium gegründet. "Unser Umwelttag kommt bei den Schülern sehr gut an. Er beginnt immer damit, die Fünftklässler mit der Materie vertraut zu machen. Es gibt Vorträge zu verschiedenen Themen wie erneuerbare Energien, Genfood, Recycling und Erhaltung der Urwälder. Wir führen Exkursionen durch, bei denen wir z.B. unsere Stadt mit Unterstützung des Umweltamtes unter die Lupe nehmen. Und wir werden praktisch tätig, basteln mit Naturmaterial und Ton", erklärt Regina Tröger. "Voller Spannung sehen unsere Schüler stets der Begegnung mit Ilka und Torsten entgegen. Sie wollen immer wissen, was genau mit den Spendengeldern geschieht, wie und wo Hilfe geleistet wird. So entstand auch die Idee zum Umweltlauf, der in ähnlicher Form schon vom Marie-Curie-Gymnasium Dresden praktiziert wurde. Unsere Kinder waren begeistert bei der Sache. Sie haben bereits Ende des letzten Schuljahres mit der Sponsorensuche begonnen - in der Familie, bei Firmen und Institutionen. Und sie stimmten mit dieser Anzahl ihre Laufrunden ab". Spitzenreiter mit 31 Runden war Adrian Hermsdorf, gefolgt von Hannah Möller und Charlotte Waldhelm mit je 30 Runden. Den großzügigsten Sponsor hatten allerdings Schüler mit weniger Runden - Franziska Kirsch mit 800 Euro und Konstantin Platt mit 165 Euro.
