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Presseartikel

Chemnitzer dokumentieren in Wort und Bild Hilfsprojekte in Bolivien

Rückkehr der ersten Jaguare

(Blitzpunkt vom 12.12.2009, Ellen Friedrich)

Eintritt frei! Spenden erwünscht! – "Helfen!" heißt das Abenteuer, dem sich Ilka Sohr und Torsten Roder Am Donnerstag in der Orangerie der TU Chemnitz um 19:00 Uhr widmen. "Wir werden mit unserem Dia-Vortrag zeigen, was sonst nicht zu sehen ist. Stellen das Abenteuer hinten an und rücken die Arbeit in den Vordergrund. Wir berichten frei von der Leber weg ohne großes Konzept von Zaunbau, Wasserschleppen, Pfähle in Urwaldboden rammen und all den unendlich vielen Kleinigkeiten, die für ein Hilfsprojekt im bolivianischen Regenwald notwendig sind", erklärt Torsten Roder, der mit seiner Partnerin ein für Chemnitzer Verhältnisse eher untypisches Leben führt und die beide tatkräftig Entwicklungshilfe leisten (Blitzpunkt berichtete bereits in den Jahren 2007 und 2008). Der Verein Projekt Regenzeit e.V., der auf beider Initiative hin 2005 gegründet wurde, engagiert sich im Umweltschutz. Gemeinsam mit Freunden und Kooperationspartnern unterstützen die Vereinsmitglieder die artenreichsten Schutzgebiete der Welt in der Region um Rurrenabaque, im Madidi - Nationalpark und dem Pilon Lajas Schutzgebiet. Ziel ist es die Lebensbedingungen der Ureinwohner zu verbessern, verdienstalternativen zu schaffen und den Schutz des Regenwaldes mit seiner Fauna zu ermöglichen. So stellt der Verein zum Beispiel die Versorgung der Ureinwohner am Rio Quiquibey sicher und engagiert sich jüngst auch für Schulprojekte.

Mindestens einmal im Jahr halten sich Roder und Sohr für einige Monate in Bolivien auf, um an den Projekten vor Ort zu arbeiten, zu kontrollieren und zu initiieren. Was dabei alles entsteht und wofür letztlich die Spendengelder aus der Heimat eingesetzt werden, dies alles Dokumentiert der Vortrag am Donnerstag an der Uni. Sponsor für die Hörsaalmiete an diesem Abend ist übrigens der weithin geliebten Diareihe "Boofeabend" Stephan Hunkel. "Dieser Unterstützt und in vielerlei Hinsicht und gibt uns auch immer an den Boofeabenden Gelegenheit, unsere Projekte vor den Hörsaal zu Präsentieren. Das Spendengeld für die dort von uns angebotenen Getränke fließt sofort in die Urwaldprojekte", wie Torsten Roder bemerkt.

Wer das Projekt Regenzeit e.V. unterstützen will, oder einfach nur sinnvoll helfen möchte, sollte unbedingt am Donnerstag vorbeischauen. Außerdem gibt es in diesem Rahmen auch gleich Neuigkeiten und die ersten Bilder von der ebenfalls zum Hilfsprojekt gehörenden Auswilderungsstation für Wildkatzen im bolivianischen Dschungel - von der Rückkehr der ersten Jaguare.

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