Impressum    Kontakt
   

Medien

Presseartikel

Chemnitzer Paar hilft den Indianern im Regenwald

Sie schenken Medizin, organisieren Ärzte, bauen Früchte an
(Chemnitzer Morgenpost vom 18.05.2008)

Der Rio Quiquibey in Bolivien ist die zweite Heimat für die Chemnitzer Ilka Sohr und Torsten Roder. Doch es ist längst nicht nur Abenteuerurlaub, der sie in den Regenwald zieht. Viermal im Jahr reist das Paar hin, um Indianerstämmen medizinische Hilfe zu bringen.

Ihr Blick aufs Land geht über den von Touristen hinaus: Ilka und Tosten sehen was Goldrausch und Abholzung des Regenwaldes über die Eingeborenen gebracht haben. Schmutziges Wasser und eingeschleppte Krankheiten, derer sie nicht Herr werden. "Von ehemals 3000 Indianern leben nur noch 350 vom Stamm der Mosetene und Tsimane", sagt Roder. Dank spenden gehen nun viermal jährlich bolivianische Ärzte auf die beschwerliche Bootstour in den Dschungel.

Im Sommer eröffnet das zweite Hilfsprojekt der Chemnitzer. Eine Wildtierstation, in der gefangene Großkatzen - oft Jungtiere- aufgenommen und ausgewildert werden. 400 Hektar Dschungel hat das Paar von der bolivianischen Regierung dafür gepachtet. "Und wir zeigen vor Ort, wie es auch ohne Abholzung geht", sagt Roder. Mitten im Urwald bauen sie 40 verschiedene Früchte an: Papayas, Bananen, Kaffee. Samen von Edelhölzern werden gesammelt, zur Aufforstung des Regenwaldes verkauft.

« zurück zur Übersicht