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Projekte in Südamerika

Aus- und Weiterbildung

Weiterbildungskurs für bolivianische Guides in Rurrenabaque

Weiterbildungskurs für bolivianische Guides in Rurrenabaque
Weiterbildungskurs für bolivianische Guides in Rurrenabaque

Drei regionale Kamerateams, der Tourismuschef höchstpersönlich, viele andere wichtige Persönlichkeiten aus Rurre und 22 Guides – alle, wirklich alle, sind unserer Einladung zum Ausbildungskurs in die Alcaldia (Gemeindeamt) gefolgt. Ilka präsentiert und unterrichtet den kompletten Tag in Spanisch; zum ersten Mal. Zunächst präsentieren wir unsere eigene Firma. Nicole Roßburg und Falk Sohr vom Aktivreisteam hatten uns zu diesem Zweck extra noch ca. 100 Bilder aus Deutschland gemailt.

Die Kursschwerpunkte am ersten Tag:

  • Wie arbeitet eine Tourismusfima in Deutschland
  • Was macht einen guten Guide aus
  • Der Erstkontakt mit den Touristen
  • Klassische Touristenkrankheiten
  • Erste Hilfe–Theorie und Praxis

Bei allen Themenkomplexen liegt der Schwerpunkt auf dem Thema Sicherheit. Unterstützt wurden wir von der bolivianischen Organisation PAI und vom DED.

Am zweiten Kurstag regnet es seit den frühen Morgenstunden ununterbrochen. Hoffentlich kommt überhaupt jemand zum vereinbarten Treffpunkt an die Plaza. Es ist kaum zu glauben, alle sind auch zum zweiten Tag erschienen, trotz des strömenden Regens. Das ist wirklich erstaunlich, da bei starkem Regen das öffentliche Leben teilweise zum erliegen kommt (keine Schule, keine Taxis usw.). Pünktlich 8:00 Uhr sind auch wir da. Heute findet der praktische Teil des Kurses auf unserem Stationsgelände statt. Mit dem altersschwachen Bus der Militärfluggesellschaft, zwei Jeeps und dem Bus von Lipiko Tours fahren wir zum Refugio Jaguarete. Insgesamt arbeiten wir heute in drei verschiedenen Stationen mit den Guides in je zwei Gruppen. Hauptaugenmerk liegt auf Improvisation, Gruppenarbeit und der Teamführung. Erschwerend für die Guides ist, dass sie das Gelände nicht kennen. Zwischendurch erklären wir auch das Ansinnen der Station und unsere Arbeit. Beeindruckt sind alle, am meisten jedoch über unseren intakten Schutzwald. So eine Vielfalt findet sich außerhalb des Madidinationalparks nirgends mehr.

Gegen 15:00 Uhr ist der Pflichtteil erledigt, an der Küchenrückseite haben wir einen Bogenschießstand aufgebaut. Zuerst nutzen wir die Original-Bögen der Einheimischen. Man erkennt sofort die geübteren. Es ist genau wie in Deutschland, sofort sind alle feuer und Flamme. Jeder zerschossene Luftballon wird gefeiert. Vielleicht liegts ja auch an den süßen Preisen. Hauptanliegen ist eigentlich, den Guides eine Regenalternative zu präsentieren. Dank Thomas von Lipiko-Tours können sie sich zum Schluss noch an einem richtigen Sportbogen versuchen. Die Stimmung ist locker und gelöst, als es zur großen Abschlussbesprechung geht. Dankesreden werden gesprochen…, am liebsten sollte der Kurs gleich morgen weitergehen…eine Kanuausbildung steht ganz oben auf der Wunschliste… Was für ein Tag! Insgesamt waren heute 32 Leute auf dem Stationsgelände „Refugio Jaguarete“, inklusive der Guides, der Trainer, der Köche, der Stationsmitarbeiter und der externen Berater. Besonderer Dank gilt Martin Landgraf und Ilka Sohr, auf letztgenannte bin ich heute besonders stolz.

Torsten Roder, Projekt Regenzeit e.V.