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Das Schutzgebiet ist mit einer Fläche von mehr als zwei Millionen Hektar eines der artenreichsten und größten Regenwaldschutzgebiete weltweit. Trotz dieser riesigen Ausdehnungen stellt das Problem der Entwaldung eine ernsthafte Bedrohung für das biologische Gleichgewicht in Bolivien dar. Der bolivianische Regenwald weist eine besonders ausgeprägte Artenvielfalt auf, wobei ein Großteil der Vegetation aus endemischen Pflanzenarten besteht. Zwischen 1990 und 1995 verringerten sich die Waldgebiete um drei Millionen Hektar. In Bolivien erfolgt die Abholzung von Wäldern vor allem zur Gewinnung neuer Flächen, die als landwirtschaftliche Anbauflächen, Weideland und für den Anbau tropischer Hölzer für den Export verwendet werden. Eine kleine Minderheit innerhalb der einheimischen Bevölkerung wohnt in den riesigen Regenwäldern im Tiefland Boliviens. Diese Menschen leben ausschließlich von Viehzucht und Landwirtschaft. Überweidung und traditionelle Bewirtschaftungstechniken wie die Brandrodungswirtschaft haben jedoch nicht nur den Verlust ausgedehnter Waldflächen und damit die zunehmende Entwaldung des Landes zur Folge gehabt, sondern auch zu einer starken Bodenerosion geführt und dementsprechend zu einer Verminderung der Fruchtbarkeit des Bodens. Aufgrund der Tatsache, dass sich die Regenwälder über eine so große Fläche des Landes erstrecken, versucht die bolivianische Regierung, einen größeren Teil der Bevölkerung als bisher in dieses Gebiet umzusiedeln, wodurch sich die Problematik noch verschärft…

Das technische Wissen in den Tieflandgebieten über alternative Energiequellen ist nicht stark verbreitet. Politisch dreht sich auch in Bolivien alles um vorhandene Rohstoffe, deren Abbau und Vermarktung. Riesige Großprojekte sind in der Planungsphase. Strom, Gas und Öl muss über gewaltige Distanzen transportiert werden. Dies zieht eine Infrastruktur im großen Stil nach sich, welche sich negativ auf die Umwelt auswirken wird. Energiequellen, die sich regional erschließen und nutzen ließen, wären ideal und brächten den Regionen eine größere Unabhänigkeit von den Strom- und Diesellieferanten. Der größte Teil der bolivianischen Bevölkerung hat nicht die Zeit und die Möglichkeit, über eine umweltverträgliche Lebensweise nachzudenken und ist mit dem täglichen Überleben mehr als ausgelastet (physisch und phsychisch). Die steigende Zahl der Gewaltverbrechen macht dies deutlich. Immer mehr Menschen leiden unter zunehmender Verarmung und Verwahrlosung. Hier gilt es anzusetzen und Einkommensmöglichkeiten zu schaffen, die eine langfristige Alternative bieten. Momentan nimmt der Druck auf die Naturschutzgebiete zu, weil in der Ausbeutung der natürlichen Ressourcen die einzige Möglichkeit gesehen wird, die Lebenssituation zu verbessern.