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Projekte in Südamerika

Medizinische Hilfe

Rio Quiquibey 2012: Februar | Mai-Dez.
Wasser, an das man immer zurückkehrt (Mosetene)

Hilfsprojekt Rio Quiquibay
Mai bis Dezember 2012

Insgesamt konnten wir im Jahr 2012 fünf Medizintouren am Rio Quiquibey und Rio Beni finanzieren.

Die ersten drei Reisen konnten wir selbst begleiten. Vom 22. – 25. Mai fand eine weitere Reise mit Impfstoffen, Zahnarzt und Allgemeinarzt nach Asuncion(Quiquibey) sowie Charque und Torequa am Rio Beni statt. Behandelt wurden 166 Patienten. Auffällig war eine Häufung von Anzeichen für Leishmaniose, besonders in Torequa. Dr. Denis zählte allein hier 14 Verdachtsfälle sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen. Bei geschätzten 200 Einwohnern wäre das eine ungewöhnlich hohe Falldichte. Leider gibt es nur selten ausreichend Medikamente zur Behandlung. Als diese vorhanden waren, fand im Oktober eine weitere Tour statt, diesmal mit an Bord eine Biochemikerin aus dem Labor der Fundacion de Salud del Rio Beni. Sie sollte bei allen Verdachtsfällen Gewebeproben(Frotis de Leishmaniose) direkt aus den Ulcera entnehmen. Im Fundacion-eigenen Labor könnten diese mit Hilfe des neuen Mikroskops untersucht werden. Bestätigt sich der Verdacht, müssen Patienten über 20 Tage täglich mit dem entsprechenden Medikament(Dosis abhängig vom Körpergewicht) gespritzt werden. Wegen der exakten Dosierung und den möglichen starken Nebenwirkungen sollte dies idealerweise unter Aufsicht eines Arztes geschehen. Dies wissen auch die Bewohner dank Aufklärungskampagnen – leider!!! Ganze 4 Patienten haben sich zum Test gemeldet(3 Kinder waren positiv), der Rest suchte das Weite. Vorurteile und die Angst vor Spitzen sind unvorstellbar. Der Pikser einer Impfung mag ja noch gehen, aber 20 Injektionen – dazu der lange Aufenthalt in der Klinik. Natürlich war das Team enttäuscht. Die äußerlichen Wunden(Ulcera) kann man auch erfolgreich mit Natur-Medizin heilen. Aber der Virus bleibt und wandert in Richtung Nasenschleimhaut um dort sein grausames Werk zu verrichten(Leishmaniose wird wegen ihrer Folgen auch als „weiße Lepra“ bezeichnet). Normaler weise lag das Problem immer in der Beschaffung des Medikamentes.

Was tun? Im März werden wir eine weitere Tour ausrüsten. Als erstes wird nochmals eine Kampagne zum Thema stattfinden. Da es im betreffenden Dorf außerdem eine ausgebildete Sanitäterin gibt, wollen wir anbieten, dass die "Spritzkur" unter Ihrer Aufsicht auch direkt im Dorf stattfinden kann. Dann fällt zumindest der lange Aufenthalt in der Klinik weg. Nur ums Spritzen kommen wir wirklich nicht umhin. Schau ‘n wir mal, ob wir dann erfolgreicher sind.

Das Notfallboot, welches unser Projekt mit Hilfe eines Kamerateams samt Motor im letzten Jahr an die oberen Gemeinden am Quiquibey übergeben konnte, kam 4x bei wirklichen Notfällen zum Einsatz. Das Boot selbst wurde von der Gemeinde in Eigenleistung als Kontraparte gebaut. Während der Übergabe von Motor und Boot wurde auch der Medikamentenvorrat des Gesundheitspostens in San Luis Grande wieder aufgefüllt.

Für das Labor der Fundacion konnte zudem ein neuer Shaker gekauft werden.

Wir danken allen, die diese Arbeit durch aktive Mitarbeit vor Ort oder Spenden ermöglicht haben!

Bitte unterstützt unsere Projekte, die Arbeit der Fundacionsärzte und die Menschen an Rio Quiquibey und Beni weiter!

Liebe Grüße Ilka und Torsten